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Die Sundaridevi-Schule in Nepal

Obwohl Nepal am Rande des Himalajas einen Blick auf die größte und wohl schönste Bergkette der Welt bietet, gehört das Land zu den ärmsten der Welt. Das Durchschnittseinkommen beträgt hier etwa 400 US-Dollar im Jahr, das ist weniger als in Mali oder dem Sudan. In Deutschland sind es 42 440 US-Dollar, von denen ein Durchschnittsverdiener seine Familie ernährt.

Nur etwa 15 Prozent der Menschen in Nepal leben in den großen Städten wie Kathmandu, Biratnagar oder Pokhara. Die meisten leben in bäuerlichen Verhältnissen auf dem Land. Gerade dort ist die Schulinfrastruktur sehr mangelhaft ausgebaut und kann dem wachsenden Bedarf nicht entsprechen.

So auch im Distrikt Makwanpur in der Mitte Nepals. Die Kapazitäten der Schulen reichen nicht aus und es fehlt an einer grundlegenden Ausstattung. Die Sundaridevi-Schule ist die einzige Schule im Dorfverbund Agra, die eine Sekundarstufe unterhält: Hier sollen 370 Mädchen und 351 Jungen in den Klassenstufen 1 bis 10 sowie in der Vorschule unterrichtet werden.

Die Klassenräume der Schule sind aber sehr klein, dunkel und wirklich renovierungsbedürftig. Während der Regenzeit gibt es immer wieder Wasserschäden wegen der undichten Dächer. Es fehlt an genügend Toiletten, sauberem Wasser, an Schulmöbeln und Lehr- und Lernmaterial. Viele Schülerinnen, Schüler und auch das Lehrpersonal müssen weite Strecken zurücklegen, um hierherzukommen, einige brauchen jeden Tag bis zu drei Stunden, um die Schule zu Fuß zu erreichen.

Wir möchten die Lernbedingungen an der Sundaridevi-Schule grundlegend verbessern, damit die Mädchen und Jungen altersgerecht lernen und ihre Schulausbildung erfolgreich abschließen können. Daher soll ein komplettes neues Schulgebäude mit 10 großen Klassenräumen gebaut werden, während das alte Gebäude renoviert und in ein Wohnheim, das Platz für 42 Schülerinnen und Schüler sowie sechs Lehrer bieten wird, umgestaltet wird. Ein Raum wird als Küche ausgebaut, damit für die Kinder Mahlzeiten zubereitet werden können. Außerdem sollen die Versorgung mit fließendem Wasser endlich sichergestellt und neue, saubere Toiletten zur Verfügung gestellt werden. Vor der Schule soll es einen Spielplatz mit Sport- und Spielgeräten wie Fußbälle und Springseile geben. Auch die Ausstattung mit Schulmöbeln, Büchern und Computern sowie verschiedenen Brettspielen wollen wir zusammen mit Plan ermöglichen und Workshops über Hygiene und Gesundheit, Erste Hilfe sowie Kinderrechte finanzieren. Zusätzlich wird die Schule in die internationale Plan-Kampagne «Lernen ohne Angst» eingebunden, die sich für gewaltfreie Schulen einsetzt.